Familie Spath
Waldkircher Straße 5
79215 Oberprechtal

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Wie alles anfing

Marktgeschichte der Familie Spath

Und so fing alles an:

 

Rückblick auf das Marktleben der Familie Spath vormals Biederbach jetzt Oberprechtal.

 

Angefangen hat es nicht direkt mit einem Markt, sondern mit dem Verkauf von Waren die einfach auf einem Bauernhof anfallen.
Butter, Eier, Kartoffeln, Obst und im Spätjahr Pilze, Beeren, Hausmacher Wurst und vieles mehr.
Dies wurde ab 1898 von Pauline Spath, besser bekannt als "Speckpauline" in Weidenkörben (Zeinen) auf dem Kopf nach Gutach getragen.

Dort hatte Sie einen Platz vor dem Gasthaus Ochsen auf dem Sie die Waren verkaufte. Die Nähe zur Firma Gütermann kam ihr natürlich zu gute.
Dies ging dann bis 1901. In diesem Jahr wurde die Bahnstrecke nach Freiburg fertiggestellt. Ab dieser Zeit war der Name "Spath" regelmäßig am Samstag auf dem Münsterplatz in Freiburg. Nur unterbrochen durch die Kriege.

 

Ein Samstag lief ungefähr so ab:

Samstag morgen mußte man um 05:00 Uhr in Elzach mit seinen Waren am Bahnhof sein. Mit dem ersten Zug fuhr man nach Freiburg Hauptbahnhof. In Freiburg verpflichtete man einen Dienstmann. Dieser fuhr die Waren mit einem Handkarren auf den Münsterplatz und fuhr Sie auch am Mittag wieder zurück zum Bahnhof.


Der Dienstmann verlangte dafür 5.00 Mark. Bis man am Nachmittag wieder zu Hause gewesen ist, war man dann ca. 12 - 14 Stunden auf den Beinen. Als die Speckpauline dann älter wurde, unterstützte Sie ihre Tochter Emma Spath, die nach Ihrem Tod das Geschäft weiterführte.


Von der "Speckpauline" existieren viele Geschichten die auch schon in der Zeitung veröffentlicht wurden.


So ging es dann, unterbrochen durch den 1. + 2. Weltkrieg, bis 1950. Die Tochter von Emma Spath, - Hilda Volk und ihr Mann Hermann Volk - wurden von da an immer mehr auf den Markt mit eingebunden.

 

Zuerst baute Hermann Volk einen Wagen, mit dem die Waren vom Hauptbahnhof zum Münsterplatz gefahren wurden. Somit brauchte man keinen Dienstmann mehr zu verpflichten.


1953 wurde dann eine wesentliche Erleichterung angeschafft. Ein Auto. Und zwar ein Dreirad Namens Golliath. In dieser Zeit kamen Sie sich vor wie ein König, wenn es am Samstag morgen Richtung Freiburg gieng.


Ab dieser Zeit war man auch, dank des eigenen Autos am Dienstag und Freitag in Emmendingen auf dem Markt. Für den Emmendinger Markt hat Hermann Volk einen Marktstand gebaut, der dort gelagert wurde, und einfach ab und aufgebaut werden konnte.


1958 baute Hermann Volk einen Verkaufswagen im Stil eines Schwarzwaldhäuschen das mit Stroh bedeckt war. Dies wurde auf einem Trümmergrundstück geparkt. Es lag an der Stelle wo sich heute das Gebäude der Firma Sport Karstadt befindet.
1962 am Fasnachtsdienstag wurde der Verkaufswagen von unbekannten Leuten in eine Baugrube in der Nähe gestürzt. Er war total zerstört. Nachdem Karl Spath 1958 seine Frau Hedwig geheiratet hatte und 1961 die Metzgermeisterprüfung abgelegt hatte, entschloß man sich, einen richtigen Verkaufswagen zu kaufen. Dieser wurde im Februar 1963 in Betrieb genommen.Er versah seine Dienste bis 1976. Der nächste Verkaufswagen, der bis 1985 genutzt wurde, hatte eine Kühltheke und elektrisches Licht. Dies war natürlich ein sehr großer Fortschritt, da man vorher zuerst mit Kerzen und später mit einem Gaslicht über die Runden kommen mußte.


1985 wurde dann ein moderner Wagen mit der zur damaligen Zeit mit allem Komfort ausgestattet war, angeschafft. Jetzt besitzt die Schützenmetzgerei in Oberprechtal einen Verkaufswagen der nach dem neuesten Stand ausgestattet ist. Als einer der ersten Metzgereien in Baden Württemberg, dürfen Sie das komplette Sortiment einer Metzgerei auf dem Markt verkaufen. Bisher hat es die Hackfleischverordnung untersagt, Produkte die unter diese Verordung fallen, auf öffentlichen Märkten und Plätzen zu behandeln oder in Verkehr zu bringen.


In Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Firma Borco Höhns in Rotenburg(Wümme) wurde ein Fahrzeug entwickelt, das all diese Anforderungen erfüllt. Da man in den letzten Jahren immer ein Problem mit dem Gewicht hatte, wurde dieses Fahrzeug als Sattelauflieger gebaut. Somit wurde auch dieses Problem gelöst. Nach Auskunft von Regina und Josef Spath wurde eine optimale Lösung gefunden. Mit dem neuen Fahrzeug ist das Fahren selbst, wie auch das Verkaufen, dank der großzügigen Ausstattung, eine wunderbare Sache.


Hier ein paar Anekdoten
der „originellen Speckpauline" (09.11.1898 - 28.01.1964)
von Andreas Volk, Oberbiederbach